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Die ersten Wochen bei uns - November und Dezember 2007

Zu Hause angekommen haben wir zusammen ein kleines Stück des Gartens und ein Zimmer der Wohnung erkundet und ein wenig mit ihr gespielt.

Ein kleines Nachtmal auf der Terasse und noch mal alle dringenden Geschäfte erledigen, das war der Abschluss dieses aufregenden Tages. Wir haben noch ein wenig mit ihr gekuschelt und sie ist dann eingeschlafen.

Wir haben sie dann in ihren Kennel gelegt. Den Kennel hatten wir vorher mit Decken und Kissen in eine gemütliche Höhle verwandelt.

Von Yvonne haben wir Schmusespielzeug und eine Decke bekommen, die nach Mama und den Geschwisterchen duftete, damit sie sich in den ersten Tagen und Nächten nicht so allein fühlt.


Zusätzlich habe ich in den ersten Nächten auf einer Matratze direkt neben ihrem Kennel geschlafen. Sie konnte mich sehen und hören und, wenn sie wach wurde, auch an meinen Fingern schnuffeln. Die erste Nacht hat Coffee durchgeschlafen und wir haben sie dann um halb acht geweckt :-)

Penny hat Coffee zwar mal beschnuffelt, aber das war es dann auch. Sie war wohl nur froh, dass wir nicht noch mehr von diesen kleinen aufdringlichen Wesen mit nach Hause genommen haben. Sie hat zwar kurz zugelassen, dass sich Coffee mal an sie kuschelt, aber nach ein paar Minuten ist sie wieder gegangen.

In den ersten Tagen hat Coffee dann Stück für Stück die Wohnung und den Garten entdeckt.

Da wir Coffee nach jedem Aufwachen, nach jedem Spielen nach draußen getragen haben und sie weiterhin draußen gefüttert wurde, war sie praktisch vom 1. Tag an stubenrein. Nach zwei drei Tagen kannte sie den Weg allein und klopfte mit der Pfote an die Balkontür wenn sie nach draußen musste. In ihrer ganzen Welpenzeit gab es 4 Pfützchen und die gingen ganz allein auf unser Konto.

Das Schlafen im Kennel klappte wunderbar. Tagsüber, wenn sie wieder irgendwo umgefallen und eingeschlafen war, haben wir sie aufgenommen und in ihren Kennel gelegt. Bis heute wacht sie bei solchen Aktionen nicht auf, sondern murmelt seelenruhig weiter.

Nach sieben oder acht ruhigen Nächten von ca. 12 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens kam sie dann doch auf die Idee, ob man nicht vielleicht um halb 4 Uhr morgens eine Spielrunde einlegen kann.


Beim ersten Mal war unklar, was denn mit ihr los ist und wir sind erst mal raus gegangen zum Pieseln. Pieseln ??? nööö!!!! Garten erkunden ist viiiiel schöner, vor allem wenn es regnet und s....kalt ist grummel !!! Also die kleine Kröte wieder eingesammelt.

Drinnen wollte sie dann spielen und rumtoben. Ab in den Kennel und Licht aus. Ohhhh, ich habe nicht gedacht, dass ein so kleiner Hund so laut schreien kann. Zwei Etagen über uns war sie noch gut zu hören.
Nach ca. 1 Stunde nonstop schreien hat sie völlig erschöpft aufgegeben.

Die nächsten beiden Nächte waren leider genauso lautstark, aber sie hatte keinerlei Erfolg mit ihrem Geschrei. Die Vorstellung die nächsten Wochen oder Monate jede Nacht geweckt zu werden hat sehr geholfen, nicht nachzugeben. Danach war das Thema durch und Coffee hat wieder durchgeschlafen.

Ich bin mit meiner Matratze jede Nacht ein Stück weiter vom Kennel weggerückt und nach ca. 14 Tagen wieder in mein eigenes Bett umgezogen. Coffee hat sich sicher genug gefühlt, dass sie auch ohne Sichtkontakt zu uns weiterschlafen konnte.



Penny war doch mehr die strenge Gouvernante, die bei der Erziehung von Coffee wunderbar geholfen hat, aber spielen und toben mit Coffee ist halt nicht Pennys Welt.

Zum Glück lebt Lou, eine 4-jährige Senfhündin bei uns im Haus. Mit ihr hatte Coffee einen prima Kumpel zum Toben.



In den ersten Monaten haben wir versucht uns an die Regel "5 Minuten pro Lebensmonat" bei den Spaziergängen zu halten. Schwer, sehr schwer ! - da Coffee von Anfang ein Engergiebündel war.

Meistens sind wir eine kurze Strecke mit dem Auto gefahren und dann eine kleine Runde ohne Leine mit ihr gelaufen. Coffee hat sich bei den Spaziergängen sehr stark an Penny orientiert und macht das noch bis heute. Da, wo Penny hinrennt, muss Coffee auch hin - aber damit ist sie von Anfang an über Stock und Stein und Bach und Baum gerannt.



Bei längeren Runden, wie dem Weihnachtsspaziergang unsere Hundeschule, haben wir Coffee längere Strecken im Rucksack getragen oder es fand sich sofort jemand, der die kleine Tupfennase ein Stück getragen hat.



Wenn alle Spaziergänge so abgelaufen wären, hätte Coffee in den ersten Wochen etwas weniger Stress gehabt. Aber wir haben versucht bei uns mit der Leine "um den Block" zu laufen. Geschirrchen an, Leine dran und dann aus der Türe raus und ca. 30 Meter an einer Hauptverkehrsstraße in eine kleine Nebenstraße und in einen Park.



Mit der Hauptstrasse, den Bussen und LWK war Coffee total überfordert und nachdem wir sie zwei/dreimal diesem Stress ausgesetzt hatten, war die Angst mit dem Anlegen des Geschirrs verknüpft. Da half auch kein Schönfüttern mehr oder massieren. Coffee war schlicht und ergreifend hoffnungslos überfordert.



So einen Schwachsinn würden wir heute nicht mehr machen.

Auch wenn alle Welpenbücher sagen: die müssen bis zur x.Woche ...... Die kleinen Wichte müssen gar nichts !!!







Auf den Arm nehmen, ins Auto setzen und in eine stressfreie Umgebung fahren, wäre heute die Wahl. Die Welt viel langsamer entdecken und diesem kleinen Wesen viel viel mehr Zeit geben mit Eindrücken fertig zu werden.

Zum Glück hat sie unseren Unfug gut überstanden, weder laute Strassen noch anderer Lärm interessieren sie, Autofahren ist weiterhin wunderschön, nur das Geschirr anlegen ist erst nach vielen Monaten besser geworden.



Natürlich ging auch einiges schief: auf dem zugefrorenen Gartenteich hat Coffee sich das Kniegelenk verrenkt. 10 Tage kein toben und rennen und springen - ein Alptraum mit so einem kleinen Irrwisch, Ablenkung bot zum Glück der Besuch unserer englischen Freunde mit ihren beiden Hunden.

Um die Weihnachtszeit herum lagen im Garten noch Reste einer Zeder, mit den Zweigen hat Coffee rumgespielt. Ein paar Stunden später hat sie sich erbrochen. Im nach hinein haben wir rausbekommen, das Zedern leicht giftig sind.



So sind wir dann mit einer etwas lädierten Coffee zu unserem ersten C-chen Treffen gefahren. Im Angesicht ihrer Brüderchen und Schwesterchen war dann alle Übelkeit vergessen und es wurde wild getobt.





Die ersten Wochen hat Coffee ganz viele Ruhepausen gehabt, sie hat 10 bis 20 Minuten gespielt und ist dann an Ort und Stelle umgefallen und eingeschlafen. Trotz des doch eigentlich noch vielen Schlafens, kommt man aber zu gar nichts !!!!







Die Zeit vergeht wie im Fluge und andererseits kann sich stundenlang nur hinsetzten und diese kleine pelzige Wesen ansehen. Sie sehen so verletzlich aus, vor allem wenn sie schlafen, dass man permanent die Hand ausstrecken möchte um einmal über das so wunderbar weiche Fell zu streicheln.

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Datum letzte Änderung: 24.11.2008